d3con: Keynote „Logistik und Qualität: Wie gestaltet sich der Wettbewerbsvorteil für digitale Medien?“

… in Hamburg auf der diesjährigen d3con habe die Keynote zum Thema “Logistik und Qualtität: Wie gestaltet sich der Wettbewerbsvorteil für digitale Medien” gehalten. Timo Appelles von OnlineMarketing.de hat meinen Vortrag unter der Headline “d3con: Brodowski frustriert über Brüssel” zusammengefasst.. [mehr]

Lieber Timo herzlichen Dank – kleine Korrektur: Es ging bei RTA und RTB in meinem Vortrag nicht um Lead- sondern um Yield-Management. RTB erzielt nicht automatisch höhere Umsätze. Publisher und Vermarkter, die RTA-Systematiken einsetzen wollen, benötigen zunächst einmal als Basisfunktion ein funktionierendes Yield-Management! Yield Management ist dabei nicht die banale Monetarisierung von Restinventaren über Netzwerke. Ein wirklich effektives und leistungsstarkes Yield Management besteht in einer ganzheitlichen, aber differenzierten Bewertung und Preispolitik für die bestehenden Media-Inventare und potenziellen Werbetreibenden anhand von Kriterien wie Opportunitätskosten, Knappheit, Buchungsgewohnheiten, Kannibalisierungseffekte, Kanalkonflikte, Werbemittelqualität und damit verbundenes Qualitätsempfinden der Seite.

Und die gesamte Diskussion um Big Data, RTB, RTA, Data Driven Advertising etc., findet also nicht im luftleeren Raum statt – Stichwort Datenschutznovelle. Ich bleibe dabei, der Markt, in dem wir uns bewegen wird in spätestens drei bis fünf Jahren Datenschutz bedingt nicht mehr so funktionieren wie heute. Third Parties werden direkt in den Fokus der Aufsicht geraten. Jeder wird datenschutzrechtlich voll verantwortlich sein; niemand wird mehr auf Partner verweisen können, um sich zu entlasten. Und die Compliance-Abteilungen in den Konzernen werden nervöse Nachfragen stellen. Die Kollegen die Daten sammeln, veredeln und verwenden werden also sehr viel genauer als bisher erklären müssen, woher sie die Daten haben und was genau sie damit machen.

in diesem Sinne
Thomas

 

Groupon? Dann folgen Sie mir …

Sonntag der 19.11.2011 sollte ein weiteres kulinarisches Highlight in unserer diesjährigen Vorweihnachtszeit werden. Über Groupon hatten wir dazu, vor 6 Wochen einen Gutschein für ein 3 Gänge-Menü Gansessen in Langwedel im Stil “pay one get two” erworben.

18,50 Euro … Schnäppchen wie wir meinten.

Das Restaurant in Langwedel – gediegen, ländlich gelegen, wunderbares Ambiente in einem Kloster und mit vielen guten Empfehlungen in zahlreichen Foren überwiegend positiv gelobt. Soweit so gut. Angekommen wurde sehr schnell klar, wo der Frosch die Locken trägt. „Sie haben reserviert? Groupon?“ – „äh Ja!?“ – „Dann folgen Sie mir …“. Aus der geselligen und mit Leben gefüllten gemütlichen Atmosphäre des klösterlichen Schankraumes ging es in schnellen Schritten in den nahe gelegenen Frühstücksraum des angeschlossenen Hotelbetriebes. Groß, kalt, nüchtern … Platz für 40-50 Personen – ein paar weitere “verlorene” Gäste und von der in der Ecke montierten Kanzel plärrt ein Radiorekorder der späten 90er WDR4 Unterhaltungsmusik.

Abgeschoben fühlend lauschten wir den geselligen Klängen und Treiben aus dem nahen  Schankraum – um es vorweg zu nehmen: Nein ein Umzug war nicht drin, die Plätze im Schankraum alle reserviert (mmmh, hatten wir eigentlich auch!) De facto waren wir schon jetzt leicht frustriert und stellten uns die Frage: Was, wenn wir “normal” einen Tisch reserviert hätten? Na komm, es geht ja in der Hauptsache ums Essen. Das kam auch, in zügiger Reihenfolge. Suppe, die Gans und dann der Nachtisch. Dazwischen Wasser und einen Merlot – Fertig! Ohne Pause, also dem Tempo der Bedienung folgend hätten wir alles in 25 Minuten “erledigt”.

Lecker? Mmmh? Wie man es nimmt – Hier war nix frisch angerichtet- aufgewärmt lautete an diesem Abend das Motto der Küche.

Während im Schankraum die Fröhlichkeit an Lautstärke zunahm, war bei uns im Nebensaal, mittlerweile waren wir alleine(!) bedrückendes Schweigen und weiterhin Entertainment by Radiorekorder angesagt. Ja selbst die sonst so eifrige Bedienung ließ sich nach dem üppigen Dessert – Bratapfel in der Größe eines Golfballs (wo wachsen so kleine Äpfel?) – und der damit verbundenen Erfüllung ihres Dienstleistungsauftrages nicht mehr blicken.

Also: Austrinken, anziehen – in den Schankraum – bezahlen, raus und weg.

Einmal mehr hat sich bestätigt, dass Unternehmen im Service stark differenziert agieren sobald Groupon ins Spiel kommt und König Kunde nach der Bezahlung nicht wirklich willkommen ist. Von Nachhaltigkeit keine Spur, nur der schnelle Euro scheint zu zählen. Einen Stammkunden jedenfalls hat dieser Groupon garantiert nicht generiert. Wie das wohl aussieht, wenn man über Groupon einen 10 Euro Haarschnitt oder 40 Euro Fallschirmsprung erwirbt …

Fachvorträge

Wie Johann Wolfgang von Goethe schon trefflich formulierte: “Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun” teile ich sehr gerne meine Erfahrungen im Bereich E-Business, E-Commerce, Multichannel und dem Versand- respektive Distanzhandel.

Sie können mich für Fachvorträge, Workshop, Gastbeiträge und/oder Podiumsdiskussionen buchen.

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Interview: SIEMES.DE konsequent Multichannel

Interview schuhkurier und Thomas BrodowskiIm Mai des Jahres 2010 haben ich mit meinem Team unter SIEMES.DE einen E-Commerce Shop gelauncht. Als erfolgreiches mittelständischen Unternehmen setzte ich bei SIEMES mit über 130 europaweit vertretenen Stationären Einheiten in der Strategie konsequent auf Multichannel. Im Dezember 2010 habe ich zu diesem Thema ein Interview mit der Fachzeitschrift “Schukurier” im Rahmen des Sonderthema E-Commerce gegeben.

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